Schau hin und lasse los, was dich blockiert – und wie es funktioniert

Wir möchten gern glücklich und gelassen durch’s Leben gehen, aber warum gelingt uns das manchmal nicht? Wir unterliegen immer wieder positiven oder negativen Einflüssen. Nun geht es darum, welcher Seite wir mehr Aufmerksamkeit schenken. Diese äußeren Einflüsse beeinträchtigen unsere Gefühle, Gedanken und unser Handeln. Aber wir haben die freie Entscheidung, ob wir die Informationen lebensbejahend oder lebensverneinend anwenden.

Es geht sehr schnell, alte Verhaltensmuster oder Glaubenssätze, die uns hindern, ins Unterbewusstsein zu verdrängen.

  1. Wir glauben: „Ich sehe sie nicht mehr, ich spüre sie nicht mehr, also müssen sie weg sein! – Bis zum nächsten Mal, wenn sie mit Macht wieder hervorkommen.
  2. Wir spüren deutlich, dass etwas verändert werden müsste, tun es aber nicht, weil es Unannehmlichkeiten bereitet. Erkennen und nicht Handeln? Was steckt dahinter?

Alte Glaubensmuster oder Verhaltensweisen werden sehr oft in der Kindheit geprägt. Es gibt drei Dinge, wie sie sich einschleichen.

  • Wir haben sie so oft gehört, dass wir sie als unsere Wahrheit angenommen haben. „So bin ich eben …“ Wir hinterfragen es nicht mehr.
  • Wir haben einen/oder mehrere Glaubenssätze immer wieder gehört. Es stört uns mächtig, wir haben aber noch nichts verändert, weil wir nicht wissen, wie.
  • Es sind gar nicht unsere eigenen Glaubenssätze, sondern die unserer verstorbenen Angehörigen. Aber weil sie noch nicht in den Himmel gegangen sind und durch uns wirken, glauben wir, wir sind es selbst.

Ich möchte hier näher auf die ersten beiden Varianten eingehen. Es geht um das Erkennen alter unbewusster Überzeugungen, die uns am Leben hindern. Das macht sich sehr oft in unserem Alltagsleben bemerkbar.

Ich möchte Ihnen ein Beispiel von mir erzählen zur ersten Variante:  Meine Mutter hatte ihre Identität darauf, dass sie sehr gut kochen und backen konnte, wofür sie auch gelobt wurde. Mir hatte sie diese Dinge als Jugendliche nicht beigebracht. Kochen habe ich dann in der Schule gelernt, aber Backen konnte ich nicht. Und das, was ich immer hörte, war der Satz: „Du kannst das nicht“. Diesen Satz hatte ich so verinnerlicht, dass ich es über lange Zeit von mir selbst glaubte und versuchte es erst gar nicht.

Als ich von Nordhessen nach Bayern zog, hatte ich niemanden mehr, der für mich Kuchen backte. Ich musste es selbst ausprobieren und war sehr stolz auf mich, dass es mir richtig gut gelungen war. Dafür habe ich mich dann selbst gelobt.

Wichtig ist, unsere Verhaltensweisen zu reflektieren, indem wir uns bewusst machen, was uns stört. Damit verändern wir die Meinung über uns selbst und unser Selbstbild.

 

Ein Beispiel zur zweiten Variante: „Und wie es drinnen aussieht, geht keinen was an“. Diesen Satz hörte ich auch oft.

Ich habe früher alle Dinge mit mir selbst ausgemacht, weil ich glaubte, es interessiert sowieso niemanden. So halten wir aus und glauben daran, wie edel wir sind. Durch dieses Aushalten sammeln wir den Müll an, bis der Deckel der Mülltonne nicht mehr zugeht. Sehr oft zeigt uns dann der Körper, dass da etwas nicht stimmen kann, weil er krank wird.

Gehen Sie doch einmal spaßeshalber an Ihren Schrank (egal welchen) und sehen nach, was sie lange nicht mehr gebraucht oder angezogen haben. Entschließen Sie sich, Altes loszulassen.

Mir ging es ebenso. Viele alte Glaubensmuster habe ich durch Erkenntnisse ersetzt, und wunderte mich immer wieder, warum dass nicht dauerhaft anhielt.

Warum nicht? Weil ich den Entschluss, wirklich etwas loszulassen oder verändern zu wollen, noch gar nicht gefasst hatte. Wichtig ist, wirklich den Entschluss zu fassen, sich vom Alten zu lösen, damit das Neue kommen kann. Im Anschluss daran den alten Glaubenssatz symbolisch aus dem Kopf herausnehmen und danach sofort durch einen neuen Satz zu ersetzen. In meinem Fall war das Neue: „Alles was mich stört, spreche ich sofort an!“ oder „Ich höre ganz bewusst auf meine Gefühle und drücke mich aus!“

Es ist wichtig, sich diese Dinge bewusst zu machen, damit sie verändert werden können.

Eine kleine Übung zum Schluss:

Der Entschluss zur Veränderung

Welcher Glaubenssatz – oder übergestülpte Norm – den Sie sehr oft gehört haben und was Sie heute noch im Leben hindert, fällt Ihnen ganz spontan ein?

Nehmen Sie sich nun diesen Glaubenssatz oder die übergestülpte Norm vor. Gehen Sie zurück in die Situation und stellen Sie sich vor, wie sich das heute für Sie anfühlt. Dann fragen Sie sich: Brauche ich das noch oder kann ich es jetzt wirklich loslassen?

Wenn Sie es nicht mehr brauchen, dann nehmen Sie diesen alten Glaubenssatz oder die Überzeugung/Norm aus dem Kopf heraus (mit beiden Händen) und werfen es in die violette Flamme zum Verbrennen. Sagen Sie das, was Sie tun, laut. „Ich nehme diesen Glaubenssatz „…..…“ heraus und werfe es in die violette Flamme zum Verbrennen. (Feuer reinigt)

Lassen Sie einen neuen lebensbejahenden Satz in sich entstehen und schreiben ihn auf. Wenn er stimmig ist, dann klopfen Sie diesen neuen Satz ein, indem Sie ihn sich laut vorsagen – mehrere Male. Klopfen Sie diesen Satz in Ihren Kopf ein.

Wenn Ihnen gerade nichts einfällt, dann sagen Sie zu sich: „Ich bin wunderbar!“

 

Ich möchte Ihnen Mut machen, ihren Gefühlen zu vertrauen und tiefer nach ihrer inneren Wahrheit zu forschen.

 

Was ist der Unterschied zu der oben genannten Methode und dem positiven Denken?

Positives Denken verändert noch lange nicht den einmal gefassten Schöpfungsentschluss, den Sie in der Kindheit über sich verinnerlicht haben. Sie müssen an die Ursache dahinter kommen. Das Problem, was dadurch entstanden ist. Erst wenn Sie das gemacht haben, wenn Sie wissen, warum Sie dieses Denken über sich haben, können Sie es auch verändern. Die Ursache ist meist sehr tief im Unterbewusstsein verankert.

Positives Denken setzt nur etwas oben drauf, aber im Untergrund brodelt es weiter. Deshalb ist es so wichtig, die wirkliche Ursache ausfindig zu machen, damit sie aus dem Körpergedächtnis herausgenommen und gelöscht werden kann.

Als Kinder übernehmen wir die Aussagen unserer Eltern über uns und glauben dann, dass es unsere Wahrheit über uns ist. Das ist der Irrtum, dem wir unterliegen.

 

Wenn Sie mehr wissen wollen, kontaktieren Sie uns unter

www.lebenswerkstatt.de

 

 

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